Das Schlafprofil wurde von mir entwickelt, um die AEDL 8 "Ruhen und Schlafen können" objektiver evaluieren zu können. Der Kontakt zum Heimbewohner ist  in der Nacht meist nicht häufig genug, um das individuelle Schlafverhalten objektiv beurteilen zu können. Dies gilt sicherlich insbesondere für große Einrichtungen. Es gibt zu viele und zu lange Zeiträume, in denen nicht bekannt ist, wie sich der Bewohner verhält.
Wichtig:
Der Untersucher nimmt keinen Einfluß auf das Verhalten des Bewohners, sondern
dokumentiert lediglich das beobachtete Verhalten anhand der festgelegten Kriterien. Störungen durch die Kontrollen sind zu vermeiden!

Es sind einheitliche Beobachtungskriterien definiert und einem Punktesystem zugewiesen, ähnlich der "Braden-Skala" zur Dekubitusrisikoeinschätzung oder der "Huhn'schen-Sturzprävention".

Festgelegte Kontrollzeiten sind notwendig um Charakteristiken herausarbeiten zu können.
Ein Schlafprofil wird immer für eine Woche erstellt, kann jedoch bei Bedarf um mehrere Wochen verlängert werden.
Die Daten werden in eine Tabelle eingetragen und zweifach ausgewertet. Zum einen wird der Nachtgesamtwert im bunten Feld der letzten Zeile ermittet,dann werden  die Werte für 7 Nächte  im roten Feld addiert. Hier ergibt sich Aufschluß für die Evaluation und pflegeplanerischen Handlungsbedarf.
Die Mittewertberechnung und deren Darstellung gibt Aufschluß über das typische, individuelle Schlafverhalten.

Die Ermittlung der Gesampunkte gibt Aufschluß darüber, ob ein Problem besteht und evtl. die Pflegeplanung angepaßt werden muß.





Diese grafische Darstellung zeigt die Vigilanz in einem Säulendiagramm.
Es werden jeweils 5 Säulen / Nacht entsprechend der Kontrollzeiten erstellt.















Die Mittelwertdarstellung für eine Woche gibt den eigentlichen Aufschluß über das individuelle Schlafverhalten.
Die einzelnen Nächte werden in dünnen Linien dargestellt, entsprechend der Farbe in der Bearbeitungstabelle. Hier werden die Abweichungen vom Mittelwert deutlich. Je weiter diese Kurven vom Mittelwert entfernt sind, desto weniger aussagekräftig sind die ermittelten Daten. Der  Mittelwert wird durch die fette rote Linie dargestellt.


In dieser Beispielgrafik sind die Mittelwertkurven von 3 Wochen übereinandergelegt, um den Verlauf und etwaige Veränderungen im Schlafprofil darzustellen.
Hier lassen sich Rückschlüsse ziehen, z.B. auf die Wirksamkeit einer medikamentösen Therapie oder auf das Erreichen der Ziele pflegerischer Maßnahmen. ( Die Auswertung der Mittelwertdarstellung muß jedoch immer im Zusammenhang mit der erreichten Wochenpunktzahl gesehen werden ).
Das Schlafprofil  
Bewertung der Vigilanz ( VIGI )
(lat. vigilantia Wachsamkeit) f: Wachheit

Das Problem
     Die Beurteilung des individuellen Schlafverhaltens ist subjektiv
     Die Art der Schlafstörung läßt sich schlecht einschätzen
     Die Informationen zur objektiven Beurteilung des individuellen Schlafverhaltens reichen nicht aus

Vorteile eines Schlafprofils

     Objektive Informationen für den behandelnden Arzt und das Pflegefachpersonal
     Besseres Erkennen der Art einer Schlafstörung und ihres Verlaufs
     Bessere Beurteilung der Wirksamkeit einer medikamentösen Therapie
   Bessere Einschätzung der Wirksamkeit konservativer Ein- und Durchschlafhilfen

Die Beurteilungskriterien

1
Punkt           schläft fest
und ruhig
2
Punkte
schläft
unruhig
3
Punkte     
ist wach,
aber müde
4
Punkte  
ist wach
und ruhig
5
Punkte
ist wach
und aktiv
6
Punkte                    ist verwirrt,
agitiert



Die Kontrollzeiten

22:00     0:00     2:00     4:00     6:00

Die Bearbeitung der erhobenen Daten

22:00
0:00
2:00
4:00
6:00
20. Feb 04
3
1
1
2
1
8
21. Feb 04
1
2
1
1
4
9
22. Feb 04
1
1
1
1
4
8
23. Feb 04
1
1
1
5
5
13
24. Feb 04
1
1
1
1
5
9
25. Feb 04
1
1
1
1
4
8
26. Feb 04
1
1
1
1
5
9
Mittelwert
1,29
1,14
1,00
1,71
4,00
64



Die Auswertung

7 Nächte ergeben maximal 210 Punkte
Wir definieren den
Pflegeplanungs-Handlungsbedarf ab 70 Punkten,
( Dies entspräche dem Kriterium 2, "schläft immer unruhig" )

Die grafische Darstellung

Microsoft Excel-Tabelle

Die Mittelwertdarstellung

Microsoft Excel-Tabelle
Microsoft Excel-Tabelle

Ein Maßnahmenkatalog

Konservative Ein- und Durchschlafhilfen
Fordern Sie Schlafprofile für Ihre Pflegeplanungen an!
Werten Sie Ihre Evaluationen auf!
Sie brauchen lediglich die Zahlenreihen für 7 Nächte per eMail oder SMS
zu senden und erhalten die Auswertung als .PDF- Datenanhang oder per Post.
Sie tragen dann nur noch den Bewohnernamen ein.
Selbstverständlich werden übermittelte
Daten anonym bearbeitet und vertraulich behandelt.

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