Da streiten sich die Leut´ herum
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1. Da streiten sich die Leut herum
oft um den Wert des Glücks,
der eine nennt den andern dumm,
am End´ weiß keiner nix.
Da ist der allerärmste Mann dem andern viel zu reich:
das Schicksal setzt den Hobel an und hobelt alle gleich.

2. Die Jugend will halt mit Gewalt in allem klüger sein;
doch wird man erst ein bissel alt,
dann find´t man sich schon drein.
Oft zankt mein Weib mit mir, o Graus !
Das bringt mich nicht in Wut :
Ich klopfe meinen Hobel aus und denk:
"Du brummst halt gut."

3. Zeigt sich der Tod einst mit Verlaub
und zupft mich:"Brüderl, kumm !"
Dann stell ich mich am Anfang taub
und schau mich gar nicht um.
Doch sagt er :" Lieber Valentin, mach keine Umständ´,geh !"
Da leg ich meinen Hobel hin und sag´ der Welt ade !

Worte: Ferdinand Raimund 1833,
Weise: Konradin Kreutzer 1834